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27. November 2006
Kategorie: Bloggen

Die 5 Phasen eines Unternehmens bis sie ihre Website lieben

Es ist immer wieder spannend neue Unternehmen kennenzulernen und festzustellen, dass sie immer wieder in gleichen Phasen einer Beziehung zu Ihrer Website stehen.

Dabei lassen sie sich generell in verschiedene Gruppen einteilen, wobei es manchmal wahrscheinlich notwendig ist die verschiedenen Phasen zu durchleben.

Die 5 Phasen bis man die Website liebt:

  1. “Internet? - Gibt’s das noch immer?’ (c) Homer Simpson
    “Wir sind bisher ohne Internet zurechtgekommen und werden auch in Zukunft weiter gute Geschäfte machen ohne Geld dafür hinauszuwerfen.”

    Es kommt noch häufiger vor als man denken würde das Unternehmen noch immer nichts mit den Möglichkeiten anfangen können die ihnen das Internet bietet. Klar gibt es für unterschiedliche Branchen mehr oder weniger Möglichkeiten (der lokale Tante Emma Laden wird weniger profitieren können wie ein Mobilfunkanbieter), Tatsache ist aber dass für jeden etwas dabei ist! Es mag sogar sein dass diese Unternehmen auch in Zukunft weiter gut ohne eine entsprechende Website fahren, die Möglichkeiten die sich Ihnen bietet werden aber gänzlich außer Acht gelassen.
  2. Wir haben jetzt eine Homepage im Internet!
    “Wir haben ja schon mal eine Internetseite gemacht, da sind alle Infos über unser Unternehmen drinnen.”   

    Für viele KMUs heisst dies derzeit noch die Darstellung der aktuellen Firmenbroschüren auf einer Website die der Neffe der Buchhalterin programmiert hat der sich damit “auskennt”. Von Professionalität, ansprechender Gestaltung oder einem Konzept dahinter ist man jedoch noch weit entfernt.

  3. Wir haben jetzt eine professionelle Website!
    “Jetzt haben wir schon einen Webdesigner damit beauftragt eine professionelle Website zu gestalten, was sollen wir denn noch mehr tun?”   

    Nachdem genug negatives Feedback von Kunden, Bekannten, Lieferanten, u.ä. gekommen ist, entschliesst man sich endlich die Gestaltung der Website in professionelle Hände zu geben. Dabei wird meist ein Webdesigner gefunden den man über zwei Ecken kennt. Heraus kommt auch eine schön gestaltete Website die die Kritiker zum Verstummen bringt. Es wird dabei aber oft außer Acht gelassen, dass eine wirklich erfolgreiche Website nicht nur als abgetrennter Bereich zu betrachten ist - vielmehr sollte sie in das Gesamtkonzepts der Unternehmensstrategie eingebunden werden.

  4. Wir haben eine professionelle Website die auch in den Suchmaschinen gefunden wird!
    “Unsere Website sieht jetzt nicht nur gut aus, wenn ich in Google unseren Firmennamen suche stehen wir auch auf Platz 1!”   

    Nachdem langsam das erste Lob über die Website eintrifft beginnt man sich so langsam mit dem Thema näher zu beschäftigen. Dabei fragt man sich dann warum man eigentlich außer mit dem Firmennamen in den Suchmaschinen nicht gefunden wird und beauftragt dann den Webdesigner das zu ändern. Wenn er halbwegs Ahnung hat schafft er das auch so mehr schlecht als recht indem er einige Keywörter in die Texte einfügt, title- und Meta-Tag optimiert, und den Quellcode mal aufräumt. Wenn er keine Ahnung hat wird eine SEO- oder Internet-Marketing Firma damit beauftragt die schon bei weitem bessere Ergebnisse liefert aber ständig jammert dass die ganze Website neu gestaltet werden sollte.

  5. Wir haben unsere Firmenstrategie überarbeitet und sehen unsere Website als zentralen Bestandteil unseres Unternehmens!
    “Jetzt machen wir es richtig!”

    Now we’re talking! Die Krone der Schöpfung haben Unternehmen erreicht wenn Sie die Website endlich als zentralen Bestandteil begreifen der alle Unternehmensbereiche positiv beeinflussen kann.

    Marketing: Keine Frage - das Internet ist der größte Markt der Welt. Durch erfolgreiche Viral-Marketing Kampagnen erreichen Sie eine Vielzahl von Leuten und fördern Sie Mundpropaganda.

    Pressearbeit: Stellen Sie in einem eigenen Pressebereich Logos, Informationen, und Bilder über Ihr Unternehmen und Veranstaltungen, Produktpräsentationen, u.ä. zur Verfügung. Machen Sie es Journalisten so einfach wie möglich. Machen Sie’s wie Dale Carnegie

    Interne Kommunikation, Mitarbeiterloyalität: Richten Sie in Ihrem Blog einen eigenen Bereich ein auf den nur Ihre Mitarbeiter zugreifen können. Dies verbessert einerseits die interne Kommunikation, andererseits steigert es auch die Loyalität der Mitarbeiter zu ihrem Unternehmen. Machen Sie’s wie Frosta

    Produktentwicklung, R&D: Haben Sie es ersteinmal geschafft durch Blogs oder interessante Inhalte eine Leserschaft zu gewinnen, wird Ihnen diese bereitwillig Auskunft über Verbesserungsmöglichkeiten Ihrer Produkte geben - unbezahlbare Informationen! Machen Sie’s wie Microsoft

    Imagepflege: Halten Sie Ihre Kunden auf dem laufenden über Ihr Unternehmen und sorgen Sie dafür dass Sie zu wichtigen Suchergebnissen in Ihrer Branche in den Suchmaschinen vorne dabei sind. Starten Sie Aktionen mit denen Sie Ihre vorhandenen Kunden stärker an Ihr Unternehmen binden. Machen Sie’s wie Puma

    Kundenservice: Bieten Sie umfangreiche Dokumentationen zu Ihren Produkten an die alle möglichen Probleme ansprechen die Ihre Kunden mit Ihren Produkten haben können. Nutzen Sie dazu am besten FAQs und richten Sie einen eigenen Bereich für Kundenanfragen ein. Vergessen Sie nicht: ein unzufriedener Kunde kann durch schnelle Hilfe die er gar nicht erwartet hat zu einem Evangelisten - unbezahlbare Werbung! Machen Sie’s wie Amazon

Uns wäre natürlich am liebsten dass es alle unsere Kunden gleich richtig machen wollen, wie aber schon gesagt ist es manchmal wahrscheinlich notwendig verschiedene Phasen durchzumachen bis man selbst / das Top-Management von den Möglichkeiten überzeugt ist.

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Tags:
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