6. November 2006
Die beiden Firefox-Gründer Blake Ross und Joe Hewitt starten demnächst Ihre nächste Geschäftsidee: Parakey
In einem Interview mit dem IEEE Spectrum spricht Ross erstmals über das bereits Anfang 2005 gegründete Unternehmen.
Grundlegende Geschäftsidee ist die Entwicklung eines Interfaces mit dem das Speichern und Veröffentlichen von Daten im Internet erleichtert werden soll. Laut Ross stellen die Schwierigkeiten des Uploads von Dateien sowie die unterschiedlichen Vorgehensweisen für die verschiedenen Medien (Videos bei YouTube und Fotos auf Flickr veröffentlichen haben nichts miteinander zu tun) momentan noch die größten Barrieren dar - und genau hier soll Parakey ansetzen.
Im Prinzip sieht das Interface von Parakey wie eine Website aus die man bearbeiten kann. Man kann sich die Files am eigenen PC ansehen und bearbeiten und einfach markieren welche Dateien man veröffentlichen will. Andere Benutzer haben jedoch keinen Zugriff auf die PCs da alle Daten auf Servern von Parakey gespeichert werden. Die On- und Offline Versionen der Dateien werden dabei automatisch synchronisiert.
Ursprünglicher Hintergedanke ist dass ALLE dazu animiert werden sollen Ihr Leben online zu leben und dabei die Barrieren dafür minimiert werden sollen. Auch die Großmutter die Ihre Bilder zu denen Ihrer Enkelkinder auf Flickr online stellen will, soll dies tun können ohne dabei auf zu große Widerstände zu stoßen. Dabei soll der Unterschied zwischen den beiden Hauptanwendungen Desktop und Internet verschwinden und in ein webbasiertes Betriebssystem übergehen.
Aus Sicht des Anwenders soll Parakey ein webbasiertes Open-Source Betriebssystem werden, wobei im Gegensatz zu Firefox zwar das Wissen der Online-Community genutzt aber das Unternehmen profitorientiert werden soll. Die genauen Details sind zwar noch nicht veröffentlicht, wahrscheinlich wird das Interface aber z.B. für Fotos kostenlos gestartet um die volle Funktionsweise sehen zu können, alle weiteren Funktionen werden dann entgeltlich verfügbar sein.
Die Funktionsweise am Beispiel von Fotos
Sie schließen die Kamera an und die Fotos werden automatisch am PC gespeichert und können bereits über die Parakey-Seite betrachtet werden. Dabei werden sie genauso attraktiv wie auf Websites wie Flickr & Co. dargestellt und können genauso mit Titeln und Tags versehen werden.
Wenn Sie jetzt diese Fotos für Freunde veröffentlichen wollen, müssen Sie diesen nur einen speziellen “Schlüssel” schicken, mit dem diese auf Ihre Parakey-Seite zugreifen können. Mittels verschiedener Schlüssel können auch unterschiedliche Benutzerrechte vergeben werden. That’s it! Ihre Freunde müssen sich jetzt nicht mehr auf verschiedenen Webseiten registrieren um auf Ihre Fotos, Videos, usw. zugreifen zu können.
Wir dürfen gespannt sein wie Parakey letztendlich aussehen wird, und ob es die hohen Erwartungen auch erfüllen kann.
Nachtrag: Mittlerweile gibt es im Blog von Blake Ross einige zusätzliche Infos zu dem Projekt - lesenswert!